Promotionsvorhaben
Kooperation der FH Düsseldorf und Universität zu Köln
Betreuer/in: Prof. Dr. Charlotte Hanisch und Prof. Dr. Manfred Döpfner
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gehört zu den gut erforschten psychischen Störungen des Kindes- und Jugendalters. Sie äußert sich in impulsiven Verhaltenstendenzen, Aufmerksamkeitsproblemen und motorischer Unruhe. Kinder mit ADHS sind aufgrund ihrer Konzentrationsprobleme sowie möglichem Störverhalten in ihrer schulischen Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Für Lehrer stellen diese Beeinträchtigungen eine große Herausforderung dar, und obwohl die Zahl aufmerksamkeitsbeeinträchtigter Kinder unter Schülern beträchtlich ist, fehlt in der Aus- und Fortbildung von Lehrern und anderem pädagogischem Personal eine ausführliche Wissensvermittlung zum Umgang mit aufmerksamkeitsbeeinträchtigten Kindern in Gruppensituationen. Das hier vorgestellte kumulative Dissertationsvorhaben umfasst, neben einem Übersichtsartikel zu schulbasierter Interventionen bei ADHS, die Darstellung der Studienergebnisse des indizierten Präventionsprogrammes „KIDS- Konzentration in der Schule“. Dieses vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt beinhaltet eine Qualifizierungsmaßnahme für pädagogische Mitarbeiter und Lehrer, die in der Hausaufgabenbetreuung einer Offenen Ganztagsschule (OGS) tätig sind. Ziel ist es hierbei zum einen, über klare Arbeitsregeln und positive Konsequenzen für konzentriertes Verhalten, die Hausaufgabensituation und das Arbeitsverhalten aller Kinder insgesamt zu verbessern. Zum anderen werden Grundschulkinder mit Aufmerksamkeitsproblemen identifiziert, die dann an einem 8-wöchigen Aufmerksamkeitstraining teilnehmen. Eine Überprüfung der Trainingseffekte erfolgt anhand von Fragebögen, Verhaltensbeobachtungen und computer-gestützten Aufmerksamkeitstests in einem längsschnittlich angelegten Wartekontrollgruppendesign.
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